Kiefergelenkstherapie

Der Überbegriff für Kiefergelenksstörungen ist die Cranio-Mandibuläre-Dysfunktion, oft als CMD abgekürzt. Auftretende Symptome werden nicht immer gleich mit einer CMD in Verbindung gebracht, da das Krankheitsbild vielfältig ist. Betroffene Leiden oft an Schmerzen in den Kaumuskeln und im Kiefer, aber genauso können Kopfschmerzen bis zur Migräne, Verspannungen im Rücken oder auch Ohrenschmerzen Symptome darstellen. Typisch ist auch das nächtliche Zähneknirschen oder Bruxismus (Zähnepressen), was wiederum zu Schlafstörungen und vielem mehr führen kann.

Die Krankheit CMD ist vielschichtig und die Ursachen können eine Verlagerungen der Knorpelscheibe oder entzündliche Veränderungen des Kiefergelenks sein. Hinzu kommen Ursachen wie psychosoziale Belastungen (Depressionen, Stress, Ängste) oder traumatische Erlebnisse.

Wir führen eine Funktionsdiagnostik mit abtasten aller betreffenden Strukturen durch oder machen einen Beißtest mit Kohlepapier um z.B. falsche Bisslagen zu erkennen. In speziellen Fällen arbeiten wir mit Zebris – einer modernen speziellen Kiefergelenksvermessung die Bewegungen aufzeichnet und eine Funktions- und Okklusionsanalyse durchführt.

Die Therapie beginnt meist mit einer Aufbissschiene, die in den meisten Fällen während dem Schlafen getragen wird, um der Verspannung der Muskulatur entgegenzuwirken. In einigen Fällen bedarf es der Hilfe eines Langzeitprovisoriums, dem sogenannten Table Top, das auf die Zähne geklebt wird um eine optimale Bisslage zu simulieren. Begleitend empfehlen wir auch Physiotherapie gegen das CMS von einer spezialisierten Praxis.